Ausgehend von Palmyra unterzieht Horst Bredekamp die Weigerung, zerstörte Kulturgüter zu rekonstruieren, einer grundlegenden Kritik und verteidigt eine „kämpferische Rekonstruktion“ in verschiedenen Spielarten. Diese Überlegungen stehen im weitesten Rahmen im Zusammenhang mit Bredekamps Kritik an Walter Benjamins Reproduktionsthese. Bredekamp ist der Überzeugung, dass Reproduktion die Aura des Originals so gut wie niemals zerstört. Vielmehr entfaltet sie durchweg eine eigene Aura, die in der Regel kaum vorhersehbare Prozesse auslöst, was an ausgewählten Beispielen anschaulich gemacht werden soll.

Veranstaltungsort- und zeit:

Mittwoch, 17. Januar 2018 - 18:00 bis 19:00